Das beobachtende Haus — zwei Waldhütten und eine stille Rivalität in abstrakter Impasto-Kunst
Zwei Hütten teilen sich dasselbe gesprenkelte Waldlicht, doch eine sitzt beschattet und wachsam, ihr Blick auf die goldene Wärme gerichtet, die aus den Fenstern der Nachbarin strahlt.

Das Gras ist immer grüner nebenan
Verborgen zwischen dunstigen, sonnenbeschienenen Bäumen stehen zwei Hütten nah genug beieinander, um einen Blick in das Leben der jeweils anderen zu erhaschen — die eine in warmes, goldenes Licht getaucht, die andere ruhiger, kühler, halb im Schatten. Die Komposition erzählt eine kleine menschliche Geschichte: Neid, verkleidet als Landschaft, jene alte Gewohnheit, das eigene Licht am fremden zu messen. Dick aufgetragene, strukturierte Pinselstriche bauen die Szene in Schichten auf, die Wärme des einen Hauses leuchtet gegen die kühlen Blau- und Grüntöne des umliegenden Waldes. Es ist ebenso eine Studie des Kontrasts wie eine Erzählung — Licht gegen Schatten, Zufriedenheit gegen Sehnsucht. An einer Wand verbreitet das Werk eine ruhige, nachdenkliche Wärme und findet seinen Platz in Wohnzimmer, Arbeitszimmer oder Schlafzimmer, wo seine gedämpfte Waldpalette einen Raum zur Ruhe bringt. Das beobachtende Haus handelt eigentlich nicht von zwei Gebäuden — es handelt von den stillen Vergleichen, die wir anstellen, wenn wir glauben, niemand sähe zu.